ErstunterzeichnerInnen

Aus aktuellem Anlass eine Stellungnahme von Regierungssprecher Seibert auf der Bundespressekonferenz zur Nichtteilnahme der DITIB
16.6.2017

FRAGE: Ich hätte gerne eine Bewertung der Bundesregierung zu der Tatsache, dass DITIB bei der morgen geplanten Demonstration islamischer und anderer Verbände gegen Terrorismus nicht mitmacht. Möchte die Bundesregierung das kommentieren?
STS SEIBERT: Ich möchte, wenn ich darf, doch ein bisschen ausführlicher dazu sprechen. Eines ist ja völlig klar: Der Terrorismus des IS und anderer, wie er in Berlin und in London, in Paris, in Brüssel, in Istanbul, in Kabul und vergessen wir das nicht auch immer wieder in Afrika zugeschlagen hat diese Liste ist natürlich keine vollständige , ist eine Bedrohung für uns alle, für jeden friedliebenden Menschen, gleichgültig, ob Christ, ob Muslim, ob Jude oder ob Angehörige einer anderen oder auch überhaupt keiner Glaubensrichtung. Wir alle stellen uns diesem gemeinsam entgegen. Diese Mörder missbrauchen den Islam, dessen Werte sie in Wirklichkeit verhöhnen, wie sie die Werte jeder Religion und jedes humanistisch denkenden Menschen verhöhnen.
Die Bundeskanzlerin begrüßt es sehr, dass Muslime und ihre Freunde an diesem Samstag unter dem Motto „Nicht mit mir“ ein klares Zeichen gegen Gewalt und Terrorismus jeder Art setzen wollen, wie sie auch ich glaube, im Januar 2015 nach den Anschlägen in Paris hier in Berlin am Brandenburger Tor in einer Kundgebung ein klares Zeichen gesetzt haben, damals gemeinsam mit den Spitzen unseres Staates. Es ist gut, wenn Muslime klarmachen, dass in ihren Reihen und Moscheen kein Platz für Hass und Gewalt ist. Auch der muslimischen Geistlichkeit kommt dabei eine erhebliche Verantwortung zu. Darauf hat die Bundeskanzlerin mehrfach öffentlich hingewiesen.
Es ist auch gut, wenn Christen, Juden und Nichtgläubige klarmachen, dass sie zu unterscheiden wissen zwischen der übergroßen Zahl der friedliebenden Anhänger des Islams und den wenigen, die sich des Islams in perverser Weise bedienen. Dass die DITIB an dieser Kundgebung am morgigen Samstag nicht teilnehmen will, ist einfach schade.

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